Das Walzwerk

Historisches
Kaum zu glauben, dass noch Anfang der 90er Jahre auf dem Gelände des Walzwerks Rohre und kaltgewalztes Bandeisen hergestellt wurden. Das Rohr- und Walzwerk der Firma Uebemann war einer der wenigen industriellen Traditionsunternehmen im ländlichen geprägten Pulheim, gerade einmal acht Kilometer vor der Stadtgrenze Kölns.

Ab dem Ende des 19. Jahrhunderts wurden an diesem Standort Bleche und Rohre für unterschiedlichste Anwendungen produziert. Mehr als 100 Jahre industrielle Produktion haben ihre ganz eigenen Spuren hinterlassen: stilgetreue Gründerzeitfassaden, puristisch-transparente Dachkonstruktionen aus Glas- und Stahl, original erhaltenes Kopfsteinpflaster – eben Industrieästhetik in echter Reinkultur.

Ein Ambiente, das Synergien, den Austausch von kreativen und konstruktiven Köpfen, nicht nur hervorragend fördert, sondern in sich schon ein Symbol für Energie, Dynamik und Gemeinschaftlichkeit darstellt.

 

Blick auf die Wambandhalle

Blick auf die Wambandhalle

Das Walzwerk bietet heute die besten infrastrukturellen Vorraussetzungen und eine optimale Verkehrsanbindung – zwei Gehminuten zum Bahnhof Pulheim, in einer Viertelstunde in der Innenstadt Kölns, in weniger als 20 Minuten am Medienstandort Hürth… Drei wichtige Autobahnen in unmittelbarer Nähe, die direkte Bahnanbindung und alle Vorteile einer städtischen Umgebung machen den Standort Pulheim zu einem der begehrtesten im Umfeld der Metropole Köln.Walzwerk Artpul 2013 Vernissage - 33

 

Die Geschichte des Walzwerkes von 1895 bis Heute

Werfen Sie doch einen kleinen Blick auf die Geschichte des Walzwerks.

Eine Geschichte von über 100 Jahren, die von der Produktion von Rollschuhen bis hin zur Eröffnung der FHM TEC Hochschule reicht…

1904
Das Industrieunternehmen Fritz Bergfeld & Co, Köln Ehrenfeld spezialisiert auf die Produktion von Fahrradpedalen, -lenkstangen und Rollschuhen baut in den ungenutzten Werkhallen einer ehemaligen Glasfabrik in Poulheim ein Kaltwalzwerk und eine Rohrzieherei auf mit dem Ziel, die bis dahin bezogenen Halbfertigprodukte in eigener Regie herzustellen.

1913
Fritz Uebemann, Landwirt in Hohenlimburg, kauft eine Wandelschuldverschreibung der Firma Fritz Bergfeld & Co in Pulheim.

1915
Fritz Uebemann kauft das in Zahlungsschwierigkeiten geratene Unternehmen Fritz Bergfeld & Co. Trotz der Inflation der 20er Jahre kann sich das Unternehmen weiterentwickeln. Die Weltwirtschaftskrise führt allerdings 1929 zur Schließung des Betriebes. Unter dem Namen Uebemann lässt man die Produkte von anderen Firmen herstellen.

1934
Die Produktion kann wieder aufgenommen werden. Der zweite Weltkrieg brachte das Unternehmen erneut in Schwierigkeiten. Die Produktion liegt still.

1947
Das auf die Demontageliste gesetzte Unternehmen kann nach zähen Verhandlungen doch wieder die Produktion aufnehmen. Im Zuge des deutschen Wirtschaftswunders wird die Firma wieder aufgebaut. Der Betrieb spezialisiert sich auf die Herstellung von Halbprodukten, wie kaltgewalzte Bandeisen und geschweißte Präzisionsstahlrohre, die ihre weitere Verwendung in der Automobilherstellung und der Möbelindustrie finden.

1990
Im Dezember 1990 feiert das Unternehmen sein 75-jähriges Firmenjubiläum. Zu dieser Zeit hat die Firma Uebemann Rohr- und Walzwerk GmbH & Co KG 131 Beschäftigte.

1991
Die Geschäftsführung gibt die Einstellung der Produktion zum 30. Juni 1992 bekannt. Diese Entscheidung war durch die Erkenntnis notwendig geworden, dass sich zukunftsorientierte Planungen für die Produktion von Rohren und Kaltband unter den veränderten Marktbedingungen auf dem europäischen Stahlmarkt nicht rechnen. Das Rohrwerk wird komplett ins Ausland verkauft und produziert noch heute.

1993
Die Hallen werden unterschiedlich gewerblich vermietet vom Ölspediteur über einen Containerdienst bis zur Kartbahn.

1997
Das Konzept WALZWERK wird entwickelt, mit dem Ziel, die historisch wertvollen Gebäude einer dem Zeitgeist entsprechenden Nutzung zuzuführen. Nach umfangreichen Investitionen und einer völligen Veränderung der Mieterstruktur haben Unternehmen aus Kultur, Gastronomie, Einzelhandel und Dienstleistung eine neue Wirkungsstätte gefunden.

2005
5000 m² loftartige Büros und Ateliers werden in Einheiten ab einer Größe von 145 m² erstellt.